Schweiz

[CH] Ausländische Werbefenster unerwünscht

IRIS 2001-9:1/13

Oliver Sidler

Medialex

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hält die angekündigte Ausstrahlung eines Schweizer Werbefensters durch den französischen Fernsehsender M6 für medienpolitisch unerwünscht. Nach Ansicht des BAKOM werden dem Mediensystem der Schweiz durch die bereits existierenden Werbefenster auf deutschen Fernsehkanälen jährlich Werbegelder im Umfang von rund 107 Millionen Franken entzogen. Im französischsprachigen Raum wird damit gerechnet, dass Rechtsanwalt, ein allfälliges Schweizer Werbefenster des Senders M6 zu Zug einem Verlust von 10 bis 12 Millionen Franken an Werbeeinnahmen für den öffentlichen Sender Télévision Suisse romande führen könnte.

Der Conseil Supérieur de l'Audiovisuel (die französische Rundfunkbehörde - CSA) hat dem BAKOM zugesichert, französischen Sendern nur unter der Bedingung eine Bewilligung zu erteilen, dass die Schweiz einem entsprechenden Werbefenster ihre Zustimmung gibt. Das BAKOM wird sich diesem Projekt aber klar widersetzen und nötigenfalls bei den Kabelnetzen die Abschaltung des Programms verfügen.


Referenzen

  • Pressebericht des Bundesamts für Kommunikation vom 11. September 2001

Dieser Artikel wurde in IRIS Rechtliche Rundschau der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle veröffentlicht.