Europarat: Stand der Unterzeichnung und Ratifikation der relevanten Europäischen Konventionen am 1. März 1995

IRIS 1995-3:1/24

Ad van Loon

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle

In IRIS 1995-1: 16-18 haben wir einen Überblick über den Stand der Unterzeichnungen und Ratifizierungen aller Übereinkommen gegeben, die im Rahmen des Europarates im audiovisuellen Sektor verabschiedet wurden.

Manche Staaten geben jedoch bei der Unterzeichnung eines Übereinkommens gleichzeitig eine Erklärung ab, andere wiederum schränken ihre Unterzeichnung durch Vorbehalte ein.

Da die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle zu den Europäischen Übereinkommen zur Klärung urheberrechtlicher Fragen des grenzüberschreitenden Satellitenrundfunks, über die Gemeinschaftsproduktionen von Kinofilmen und zum grenzüberschreitenden Fernsehen immer wieder Fragen erhält, hielten wir es für sinnvoll, jenen Überblick auf den neuesten Stand zu bringen und nun auch die Erklärungen und Vorbehalte der Vertragsstaaten dieser besonderen Konvention zu veröffentlichen. (i) Datum der Unterzeichnung; (ii) Datum der Ratifikation oder des Beitritts; (iii) Datum des Inkrafttretens.

Europäisches Übereinkommen zur Klärung urheberrechtlicher Fragen des grenzüberschreitenden Satellitenrundfunks, 11.5.1994, European Treaties Series/Série Traités Européens No 153, wird in Kraft treten nach 5 Ratifikationen, darunter 4 Mitgliedstaaten Zypern: (i) 10.02.1995.

Luxemburg: (i) 11.05.1995.

Norwegen: (i) 11.05.1994.

San Marino: (i) 11.5.1994.

Spanien: (i) 11.5.1994.

Schweiz: 11.5.1994.

Europäisches Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktionen von Kinofilmen, 2.10.1992, European Treaties Series/Série Traités Européens No 147, in Kraft getreten am: 1.04.1994.

Mitgliedstaaten Österreich: (i) 9.02.1994; (ii) 2.09/1994; (iii) 31.01.1995.

Dänemark: (i) 2.10.1992; (ii) 2.10.1992; (iii) 1.04.1994.

Frankreich: (i) 19.03.1993.

Deutschland: (i) 7.05.1993.

Italien: (i) 29.10.1992. Lettland: (i) 27.09.1993; (ii) 29.09.1993; (iii) 1.04.1994.

Luxemburg: (i) 2.10.1992.

Niederlande: (i) 4.07.1994.

Portugal: (i) 22.07.1994.

Slowakische Republik: (i) 05.10.1993; (ii) 23.01.1995; (iii) 1.05.1995.

Spanien: (i) 2.09.1994.

Schweden: (i) 10.05.1993; (ii) 10.06.1993; (iii) 1.04.1994.

Schweiz: (i) 5.01.1992; 5.11.1992; (ii) 5.11.1992; (iii) 1.04.1994, Vereinigtes Königreich: (i) 5.11.1992; (ii) 9.12.1993; (iii) 1.04.1994.

Erklärung, abgegeben bei der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 9. Dezember 1993 (Originalsprache: Englisch): Gemäß Artikel 5 Absatz 5 der Konvention benennt das Vereinigte Königreich das "Ministerium für das nationale Erbe" (Department of National Heritage), 2-4 Cockspur Street, London SW1Y 5DH, als die Behörde, bei der Anträge auf Anerkennung des Koproduktionsstatus einzureichen sind. Nichtmitgliedstaaten Heiliger Stuhl: (i) 10.02.1993.

Russische Föderation: (i) 30.03.1994; (ii) 30.03.1994; (iii) 1.07.1994.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Generalkonsuls der Russischen Föderation vom 5. Mai 1994, beim Generalsekretariat registriert am 6. Mai 1994 (Originalsprache: Französisch): Gemäß Artikel 5 Absatz 2 und 5 der ( European Convention on cinematographic co-production/Convention Européenne sur la coproduction cinématographique) erklärt die Regierung der Russischen Föderation, daß das "Staatskomitee der Russischen Föderation für den Film", 7, M. Gnezdikovski per., 103877 Moskau, die Behörde ist, bei der Anträge auf Anerkennung des Koproduktionsstatus einzureichen sind.

Europäische Übereinkommen zum grenzüberschreitenden Fernsehen, 5.05.1989, European Treaties Series/Série Traités Européens No 132, in Kraft getreten am 1.05.1993.

Mitgliedstaaten Österreich: (i) 5.05.1989.

Zypern: (i) 3.06.1991; (ii) 10.10.1991; (iii) 1.05.1993.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Ständigen Vertreters Zyperns vom 27. März 1992, beim Generalsekretariat registriert am 30. März 1992 (Originalsprache: Englisch): Behörde (Artikel 19): Innenministerium, Nikosia, Zypern.

Finnland: (i) 26.11.1992; (ii) 18.08.1994; (iii) 1.12.1994.

Vorbehalt, enthalten in der Annahmeurkunde, hinterlegt am 18. August 1994 (Originalsprache: Englisch): Für den Fall, daß die Ausstrahlung nicht konform mit seine nationalen Gesetzgebung ist, erklärt Finnland, gemäß Artikel 32, Absatz 1 der Konvention, sich das Recht vorzubehalten sich zu widersetzen gegen die Verbreitung auf seinem Territorium mit Werbung für alkoholisierte Getränke wie von Artikel 15, Absatz 2 der vorliegenden Konvention vorgesehen.

Erklärung, enthalten in einem Brief der Ständigen Vertretung Finnlands vom 15. August 1994, dem Generalsekretär am 18. August 1994 bei der Hinterlegung der Annahmeurkunde übergeben (Originalsprache: Englisch): Behörde (Artikel 19): Ministerium für Verkehr und Kommunikation P.O. Box 235, FIN-00131 Helsinki, Finland, Tel.: +358 0 17361, Fax: +358 0 1736340.

Frankreich: (i) 12.02.1991; (ii) 21.10.1994; (iii) 1.02.1995.

Erklärung, abgegeben bei der Unterzeichnung am 12. Februar 1991 und bestätigt in der Genehmigungsurkunde, hinterlegt am 21. Oktober 1994 (Originalsprache: Französisch): Im Bestreben, die Informationsfreiheit sowie den Austausch und die Produktion audiovisueller Programme in Europa zu fördern - ein Anliegen, das auch der Verabschiedung der Gemeinschaftsrichtlinie "Fernsehen ohne Grenzen" im Oktober 1989 zugrunde lag - hat Frankreich beschlossen, des Übereinkommens des Europarates zum grenzüberschreitenden Fernsehen zu unterzeichnen.

Da das Audiovisuelle EUREKA nun beginnt, Früchte zu tragen, wird Frankreich sorgfältig darauf achten, daß die Konvention in einem erweiterten geographischen Rahmen zur Förderung europäischer Programme und zur Entstehung eines strukturierten und wettbewerbsfähigen kontinentalen Marktes beiträgt. Diese Konvention wurde nicht geschaffen und darf nicht verwendet werden, um Vorhaben zu rechtfertigen, die allein darauf abzielen, innerstaatliche und gemeinschaftliche Vorschriften zur Förderung der europäischen Programmplanung und -produktion zu umgehen.

Frankreich beteiligt sich daher in der Überzeugung, daß alle Unterzeichnerstaaten der Konvention diese Anliegen teilen. Denn jede diesen Grundsätzen widersprechende Interpretation oder Maßnahme würde die Fundamente der europäischen Kooperationspolitik im audiovisuellen Bereich in schwerwiegender Weise in Frage stellen. Deutschland: (i) 9.10.1991; (ii) 22.7.1994; (iii) 1.11.1994.

Erklärung, abgegeben bei der Unterzeichnung am 9. Oktober 1991 (Originalsprachen: Englisch und Deutsch): Vor dem Bundesverfassungsgericht ist derzeit ein Rechtsstreit anhängig, in dem möglicherweise die Frage von Bedeutung ist, ob die Europäischen Gemeinschaften zum Erlaß der Fernsehrichtlinie berechtigt waren.

Die Bundesregierung stellt ausdrücklich klar, daß die ihre Unterzeichnung des übereinkommens nicht zugleich ihre Zustimmung zu einem Beitritt der Europäischen Gemeinschaft zu dem übereinkommen präjudiziert.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Ständigen Vertreters Deutschlands vom 30. August 1994, registriert beim Generalsekretariat am 1. September 1994 (Originalsprache: Französisch und Deutsch): Vor dem Bundesverfassungsgericht ist derzeit ein Rechtsstreit anhängig, in dem möglicherweise die Frage von Bedeutung ist, ob die Europäischen Gemeinschaften zum Erlaß der Fernsehrichtlinie berechtigt waren.

Die Bundesregierung stellt ausdrücklich klar, daß die Hinterlegung der Ratifikationsurkunde zu dem übereinkommen nicht zugleich ihre Zustimmung zu einem Beitritt der Europäischen Gemeinschaft zu dem übereinkommen präjudiziert.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Ständigen Vertreters Deutschlands vom 30. August 1994, registriert beim Generalsekretariat am 1. September 1994 (Originalsprache: Französisch): Behörde (Artikel 19): Bundesministerium des Innern, Referat S M 7, Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn (auf Bundesebene); Rundfunkkommission der Ministerpräsidenten der Länder zugleich Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz, Peter Altmeier Allee 1, 55116 Mainz (auf Länderebene). Hinweis: Von jeder Mitteilung an die eine Behörde wird der anderen eine Kopie übermittelt. Griechenland: (i) 12.03.1990.

Ungarn: (i) 29.01.1990.

Italien: (i) 16.11.1989; (ii) 12.02.1992; 1.05.1993.

Erklärung in einem Brief vom Ständigen Vertreter Italiens vom 12. Mai 1992, eingetragen im Generalsekretariat am 13. Mai 1992 (Original Französisch): Behörde (Artikel 19): Ministerio delle Poste e Telecommunicazioni, Cabinet du Ministre Viale, 201, I-00144 ROME.

Liechtenstein: (i) 5.05.1989.

Luxemburg: (i) 5.05.1989.

Malta: (i) 26.11.1991; (ii) 21.01.1993; (iii) 1.05 1993.

Erklärung in einem Brief vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten am 26. März 993, eingetragen im Generalsekretariat am 5. April 1993 (Original Englisch): Behörden(Artikel 19): Dr. Peter GRECH, Attorney General's Office (Legal); Mr. Anthony MALLIA, Executive-Ministry for Youth and the Arts (Technical).

Niederlande: (i) 5.05.1989.

Norwegen: (i) 5.05.1989; (ii) 30.07.1993; (iii) 1.11.1993.

Vorbehalt enthalten in einem Brief vom Auslandsministerium vom 3. Mai 1989 dem Generalsekretär am 5. Mai 1989 bei der Unterzeichnug übergeben und bestätigt bei der Hinterlegung der Annahmeurkunde am 30. Juli 1993 (Original: Englisch): Bei der Unterzeichnung der europäischen Konvention über das Grenzüberschreitende Fernsehen behält sich die norwegische Regierung gemäß Artikel 32 Absatz 1 Buchstabe a das Recht vor, sich der Verbreitung von Programmdiensten mit Werbung für alkoholisierte Getränke zu widersetzen, die gegen die innerstaatliche norwegische Gesetzgebung verstößt.

Erklärung, enthalten in einem Brief der Ständigen Vertretung Norwegen, dem Generalsekretär am 30. Juli 1993 bei der Hinterlegung der Annahmeurkunde übergeben (Originalsprache: Englisch): Behörde (Artikel 19): Kulturministerium, P.O. Box 8030 Dep., N-0030 OSLO, Norwegen. (Tel. 47 22 34 90 90) (Fax: 47 22 34 95 50).

Polen: (i) 16.11.1989; (ii) 7.09.1990; (iii) 1.05.1993.

Erklärung in einem Brief von der Permanenten Vertretung Polens vom 22. April 1992, eingetragen im Generalsekretariat am 29. April 1992 (Original Englisch): Behörden (Artikel 19): Hörfunk und Fernsehkommittee, 17, J.P. Woronicza Str., PL- 00-950 Warsschau. Portugal: (i) 16.11.1989.

San Marino: (i) 5.05.1989; (ii) 31.01.1990; (iii) 1.05.1993.

Spanien: (i) 5.05.1989.

Schweden: (i) 5.05.1989. Schweiz: (i) 5.05.1989; (ii) 9.10.1991; (iii) 1.05.1993.

Vorbehalt und Erklärung, schriftlich festgehalten in einem Schreiben des Leiters des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten vom 5. Mai 1989, im Generalsekretariat registriert am 17. Mai 1989 (Original: Französisch).

Gemäß den Bestimmungen des Artikels 15 Abschnitt 2 der vorliegenden Konvention behält sich die Schweiz das Recht vor, sich der Verbreitung von Programmdiensten mit Werbung für alkoholisierte Getränke auf ihrem Hoheitsgebiet zu widersetzen, sofern sie gegen die innerstaatliche Gesetzgebung der Schweiz verstößt.

Die Schweiz wendet die Konvention ab der heute vorgenommenen Unterzeichnung vorläufig an. Vorbehalt enthalten in der Annahmeurkunde übergeben am 9. Oktober 1991 (Originalsprache: Französisch): Gemäß den Bestimmungen des Artikels 15 Abschnitt 2 der vorliegenden Konvention behält sich die Schweiz das Recht vor, sich der Verbreitung von Programmdiensten mit Werbung für alkoholisierte Getränke auf ihrem Hoheitsgebiet zu widersetzen, sofern sie gegen die innerstaatliche Gesetzgebung der Schweiz verstößt.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz vom 15. April 1992, beim Generalsekretariat registriert am 27. April 1992 (Originalsprache: Französisch): 1. Eidgenössisches Amt für Kommunikation, Eidgenössisches Departement für Verkehr, Kommunikation und Energie, Herrn Frédéric RIEHL,Vizedirektor, 44, rue de l'Avenir, CH-2503 BIENNE 2. Die Unabhängige Prüfstelle für Beschwerden über Radio und Fernsehen (Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio et télévision) Case postale 8547, 3001 Berne, arbeitet bei Bedarf mit der obengenannten Behörde zusammen. Die Unabhängige Prüfstelle für Beschwerden über Radio und Fernsehen ist in der Schweiz für Regelungen über den Inhalt von Radio- und Fernsehprogrammen zuständig (Anwendung von Artikel 7 der Konvention).

Türkei: (i) 7.09.1992; (ii) 21.01.1994; (iii) 1.05.1994.

Vereinigtes Königreich: (i) 5.05.1989; (ii) 9.10.1991; (iii) 1.05.1993.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Ständigen Vertreters des Vereinigten Königreichs vom 23. März 1992, beim Generalsekretariat registriert am 1. April 1992 (Originalsprache: Englisch): 1. Zuständige Stelle für alle Fernsehsendungen auf BBC1 und BBC2: British Broadcasting Corporation (BBC), The Secretary, Broadcasting House, Langham Place, GBLondon W1A 1AA; 2. Zuständige Stelle für alle anderen Fernsehsendungen aus dem Vereinigten Königreich: Independent Telecision Commission (ITC), M. Johnson, Esq, Chief Assistant (Policy), 70 Brompton Road, GB - London SW3 1EY.

Hinweis: Kopien des gesamten Schriftverkehrs mit einer dieser beiden Behörden sollten gerichtet werden an das Broadcasting Department of the Home Office, 50 Queen Anne's Gate, London SW1. Territoriale Erklärung, enthalten in einem Brief des Ständigen Vertreters des Vereinigten Königreichs vom 1. September 1994, beim Generalsekretariat registriert am 2. September 1994 (Originalsprache: Englisch): Gemäß Artikel 31 der genannten Konvention soll die Konvention für die Amtsbezirke (Bailiwicks) Jersey und Guernsey gelten, Territorien, für deren internationale Beziehungen die Regierung des Vereinigten Königreichs zuständig ist.

Nichtmitgliedstaaten Heiliger Stuhl:(i) 17.09.1992; (ii) 7.01.1993; (iii) 1.05.1993.

Erklärung, enthalten in einem Brief des Sondergesandten des Heiligen Stuhls vom 4. Februar 1993, am selben Tag beim Generalsekretariat registriert (Originalsprache: Französisch): Pontifikalrat für soziale Kommunikation S.E. Mgr John P. FOLEY,Vorsitzende Mgr. Pierfranco PASTORE, Sekretär M. Hans-Peter RÖTHLIN, Unter-Sekretär


Referenzen

Dieser Artikel wurde in IRIS Rechtliche Rundschau der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle veröffentlicht.