OBS IRIS Merlin
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IRIS 2015-3:1/24

Malta

Konsultation über Hygiene und Lebensmittelsicherheit im Fernsehen

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Kevin Aquilina

Institut für Medien-, Kommunikations- und Technologierecht, Juristische Fakultät, Universität Malta

Die Rundfunkbehörde hat ein Konsultationspapier über Best-Praxis-Richtlinien und das Tragen angemessener Kleidung zur Sicherstellung von Hygiene, Gesundheit und Sicherheit bei Kochsendungen veröffentlicht. Das Konsultationsdokument schlägt neue Vorschriften vor, die die Behörde zur Regulierung von Kochsendungen verabschieden will. Insgesamt stehen zwölf Vorschläge zur Diskussion.

Nach dem Konzept der Rundfunkbehörde sollen die in Kochsendungen mit dem Kochen betrauten Personen die Einhaltung von Hygienestandards, Gesundheits- und Sicherheitsstandards gewährleisten. Professionelle Köche sollen sauber und einem Küchenchef angemessen gekleidet sein. Dazu gehören zurückgekämmtes Haar sowie das Tragen einer Kopfbedeckung und einer langärmeligen, möglichst weißen Jacke. Chefköche sollen Kochhosen, eine Schürze und ein Halstuch tragen. Nichtprofessionelle Beiköche tragen eine Schürze; das Haar ist zurückgekämmt. Ringe, Uhren und Armbänder sind beim Kochen verboten. Die Fingernägel müssen kurz und sauber sein, sie dürfen weder lackiert noch anderweitig behandelt sein. Die Hände müssen sauber sein, und während der Zubereitung ist das Berühren der Haare verboten.

Die für die Sendungen verwendeten Kochstudios müssen über Handwaschbecken mit fließendem Wasser verfügen. Die Hände sind mit Papierhandtüchern zu trocknen. Während der Zubereitung von Nahrungsmitteln muss sichergestellt werden, dass das zubereitete Essen gesundheitlich einwandfrei bleibt. Für die Nahrungsmittelzubereitung muss ausreichendes Küchengerät bereitstehen, das vor der Benutzung gründlich gewaschen wird. Um die Belastung von Lebensmitteln mit Keimen zu vermeiden, sind verschiedene Schneidebretter zu verwenden; wird nur eines eingesetzt, muss es zwischen den verschiedenen Arbeitsgängen abgewaschen werden, was dem Zuschauer entweder optisch oder verbal vermittelt werden muss. Das Anrichten des Essens auf dem Teller erfolgt mit geeignetem Küchengerät, um den Kontakt zwischen Händen und Nahrungsmitteln zu vermeiden. Jedes Kochstudio sollte über eine Feuerlöschdecke und einen Feuerlöscher verfügen, und der Koch sollte diese Sicherheitsausrüstung während der Sendung erwähnen. Besonders ist darauf zu achten, dass während des Kochens kein Alkohol direkt aus der Flasche in die Pfanne oder den Topf usw. gegossen wird. Beim Benutzen des Herdes sollten Ofenfäustlinge oder andere Schutzhandschuhe zum Einsatz kommen.

Lebende Tiere sind in Kochsendungen verboten.

Referenzen
L-Awtorità tax-Xandir, Dokument ta’ Konsultazzjoni Dwar Standards ta’ Iġjene fil-Programmi tat-Tisjir, 30 ta' Jannar 2015 MT
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=17428
 
  Rundfunkbehörde, Konsultationsdokument über Hygienestandards und Lebensmittelsicherheit in Kochsendungen, 30. Januar 2015