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IRIS 2012-5:1/17

Deutschland

FRK und RTL Deutschland einigen sich über Kabelweitersendung

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Anne Yliniva-Hoffmann

Institut für Europäisches Medienrecht (EMR), Saarbrücken/Brüssel

die Mediengruppe RTL Deutschland und der Fachverband für Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) haben Berichten zufolge Ende März 2012 einen Rahmenvertrag über Kabelweitersendungsrechte geschlossen.

Der FRK vertritt die Interessen der unter seinem Dach zusammengeschlossenen, auf dem Gebiet der Empfangsantennen und Kabelanlagen tätigen Betriebe und der solche Anlagen unterhaltenden Unternehmen. Die Mediengruppe RTL Deutschland hatte im März 2010 ihre Mitgliedschaft in der VG Media beendet, um die Urheber- und Leistungsschutzrechte an der Weiterverbreitung ihrer Programme im In- und Ausland künftig selbst wahrzunehmen (siehe IRIS 2010-4/15).

Die nun getroffene Vereinbarung soll demnach den seit Ende 2010 bestehenden Schwebezustand beenden. Sie sieht die Einspeisung sowohl der allgemeinen Programme einschließlich der HD-Angebote der Sendergruppe als auch des neuen Free-TV-Senders RTL Nitro vor. Nach eigenem Bekunden handelt es sich um den deutschlandweit ersten Vertrag dieser Art zwischen einer Sendergruppe und einem Kabelverband.

Referenzen
Pressemitteilung der den FRK beratenden Anwaltskanzlei, 27. März 2012 DE
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=15790