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IRIS 2012-10:1/10

Deutschland

Vergütung von Drehbuchautoren bei Auftragsproduktionen

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Alexander Scheuer

Institut für Europäisches Medienrecht (EMR), Saarbrücken/Brüssel

Nach übereinstimmenden Meldungen der Beteiligten haben sich der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD), die Allianz Deutscher Produzenten (Produzentenallianz) und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) auf Eckpunkte für Verträge zwischen Auftragsproduzenten und Autoren geeinigt. Die Vereinbarung soll die bestehenden Vertragsstrukturen an die veränderten Nutzungsbedingungen in der digitalen Welt anpassen und für eine faire Vergütung der Autoren sorgen.

Ausgangspunkt ist die Wahl eines unter mehreren Vertragsmodellen, bei denen die Rechte der Autoren für die Werknutzung durch das ZDF in dessen Programmen und Online-Angeboten für einen festgelegten Zeitraum pauschal abgegolten werden.

Hierzu tritt die Möglichkeit hinzu, für das so genannte „Wiederholungshonorar-Modell“ zu optieren, bei dem neben einem Grundhonorar eine Beteiligung der Autoren an jeder weiteren Auswertung (Wiederholung) vereinbart wird. Der Honorarsatz für diese Verwertungen wurde um die Hälfte gekürzt, eine Einschränkung, die durch Hereinnahme weiterer Zweitverwertungen in die Berechnungsgrundlagen kompensiert werden soll.

Insbesondere werden die Verfasser von Drehbüchern künftig an den Einnahmen aus der kommerziellen Verwertung der Filme beteiligt. Dies umfasst sowohl Erlöse aus Auslandsverkäufen und DVD-Vertrieb als auch aus Video-on-Demand- und sonstigen Internetverwertungen.

Referenzen
Eckpunkte der vertraglichen Zusammenarbeit für durch das ZDF vollfinanzierte Dokumentationen zwischen Zweites Deutsches Fernsehen und Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen in der Fassung vom 1. Oktober 2012