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IRIS 2010-9:1/21

Deutschland

Neue Entwicklungen im Bereich der Kinodigitalisierung

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Anne Yliniva-Hoffmann

Institut für Europäisches Medienrecht (EMR), Saarbrücken/Brüssel

Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) hat Ende August 2010 ein Sonderprogramm für die Förderung der Kinodigitalisierung gestartet.

Antragsberechtigt sind gewerbliche Programm- und Filmkunsttheater in Hamburg mit maximal sechs Sälen und einem qualitativ anspruchsvollen Filmprogramm, die jeweils eine Förderung der Umrüstung für höchstens drei Kinosäle pro Kalenderjahr beantragen können. Gefördert wird der Erwerb der erforderlichen Geräte und Projektionstechnik sowie deren Installation in Form eines Investitionszuschusses in Höhe von bis zu 25 Prozent der entstehenden Kosten, höchstens aber EUR 18.000 pro Leinwand und Saal. Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt und kann zusätzlich zu anderen öffentlichen Fördermitten - etwa solchen der Filmförderungsanstalt - zugesprochen werden. Die Laufzeit dieses Förderprogramms ist befristet bis 2014.

Ebenfalls Ende August 2010 erzielten der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Verband der Filmverleiher (VdF) eine Einigung über die Einbeziehung der Verleihwirtschaft in die Finanzierung der Kinodigitalisierung. Die Filmverleiher werden dieser Einigung zufolge künftig auch sogenannte Kriterienkinos bei deren technischer Umrüstung unterstützen, zum Beispiel durch direkte finanzielle Zuschüsse für die Anschaffung der erforderlichen technischen Ausrüstung.

Referenzen
Sonderprogramm Digitalisierung der FFHSH DE
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12694
 
Mitteilung des BKM vom 25. August 2010 DE
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12695