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IRIS 2010-9:1/20

Deutschland

OLG München bestätigt Anspruch eines Kameramanns

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Anne Yliniva-Hoffmann

Institut für Europäisches Medienrecht (EMR), Saarbrücken/Brüssel

Laut Medienberichten hat das Oberlandesgericht (OLG) München den Anspruch des Kameramanns des Films „Das Boot“ auf angemessene weitere Beteiligung an den durch die Verwertung des Films erzielten Einkünften bejaht und somit das Urteil des Landgerichts München I bestätigt.

Demnach sah das OLG - in Übereinstimmung mit der Vorinstanz (siehe IRIS 2009-6:8/12) - ein „auffälliges Missverhältnis“ im Sinne des § 32a Urheberrechtsgesetz zwischen der dem Kameramann bei der Herstellung des Films im Jahre 1981 gezahlten Vergütung und den in der Folgezeit mit dem Welterfolg erzielten Nutzungserlösen. Geklagt hatte der Kameramann gegen die Produzentin, die den Film finanzierende Rundfunkanstalt und einen Videoverwerter.

Den Berichten zufolge haben die Beklagten gegen diese Entscheidung des OLG Revision am Bundesgerichtshof eingelegt.