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IRIS 2010-6:1/28

Frankreich

Verordnung über die Festlegung des Beitrags von Kabel- und Satellitenfernsehen zu Kino- und Fernsehfilmen

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Amélie Blocman

Légipresse

Am 29. April 2010 wurde im französischen Amtsblatt eine Verordnung veröffentlicht, die den Rechtsrahmen für die Pflichten von Kabel-, Satelliten- und ADSL-Fernsehen im Bezug auf die Produktion von Fernsehfilmen festlegt. Diese Verordnung ist das Ergebnis einer Einigung, die zwischen den Produzenten, den Autoren und der Association des chaînes conventionnées éditrices de services (ACCES) am 23. Juli 2009 erzielt und unter Anwesenheit des Kultur- und Kommunikationsministers Frédéric Mitterrand unterzeichnet wurde. Diese Verordnung legt fest, dass Kabel- und Satellitenfernsehsender in Zukunft einen bestimmten Teil ihres Umsatzes für europäische Fernseh- und Kinofilme reservieren müssen. Über die Aufteilung ihrer Investitionen zwischen den verschiedenen Arten von Programmen können sie jedoch selbst entscheiden. Diese Verordnung garantiert Investitionen in französische Produktionen in Höhe von 8,5 Prozent der Vorjahresumsätze der einzelnen Sender. Ausnahmen sind möglich, um den besonderen Charakter bestimmter Fernsehsender zu berücksichtigen. Der Verordnungstext führt eine Mindestquote für französischsprachige Sendungen ein, lässt den Sendern jedoch gleichzeitig genügend Freiheit, diese Mittel zwischen den verschiedenen Arten von Programmen aufzuteilen. Außerdem wird auf diese Weise die Trennung zwischen nicht französischen audiovisuellen Werken und aktuellen Sendungen aufgehoben, die erstmals einbezogen werden. Darüber hinaus wird der Schutz unabhängiger Produktionen auf alle Bereiche der Produktion ausgedehnt.

Referenzen
Décret n° 2010-416 du 27 avril 2010 relatif à la contribution cinématographique et audiovisuelle des éditeurs de services de télévision et aux éditeurs de services de radio distribués par les réseaux n'utilisant pas des fréquences assignées par le Conseil supérieur de l'audiovisuel FR
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12488
 
  Décret n° 2010-416 du 27 avril 2010 relatif à la contribution cinématographique et audiovisuelle des éditeurs de services de télévision et aux éditeurs de services de radio distribués par les réseaux n’utilisant pas des fréquences assignées par le Conseil supérieur de l’audiovisuel (Verordnung Nr. 2010-416 vom 27. April 2010 über die Einführung einer Mindestquote für Kino- und Fernsehfilme für Fernseh- und Rundfunkveranstalter, die nicht vom CSA zugeteilte Frequenzen nutzen)