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IRIS 2010-6:1/24

Spanien

Abschaltung von terrestrischem Analogfernsehen beendet

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Trinidad García Leiva

Universität Carlos III, Madrid

Die Digitalumschaltung wurde in Spanien wie geplant im April 2010 vollendet. Die Migration, die sich ab 2008 in drei Phasen vollzog, wurde schrittweise in den 73 technischen Gebieten, in die das Land nach dem Nationalen technischen Plan für DTTV „aufgeteilt“ war, umgesetzt (siehe IRIS 2008-9:9/11). Am 30. März waren 84 der 90 technischen Projekte des Umsetzungsplans endgültig abgeschaltet, der gesamte Prozess wurde vor dem offiziellen Fristablauf am 3. April vollendet.

Mit Stand vom März 2010 und nach Angaben von Impulsa TDT, der von den Rundfunkveranstaltern gegründeten Vereinigung, um die Einführung von DTT zu fördern, lagen folgende wesentliche Statistikwerte vor: Landesweite öffentlich-rechtliche Kanäle erreichten 98,36 Prozent der Bevölkerung, kommerzielle Dienste 98,79 Prozent; der Durchdringungsgrad bei Fernsehhaushalten lag bei 89,3 Prozent, und obwohl noch analoge Receiver getauscht werden mussten, wurde geschätzt, dass sich die Gesamtzahl der DTT-Receiver auf über 31 Mio. belief.

In einer offiziellen Präsentation am 30. März 2010 begrüßte der Minister für Industrie, Tourismus und Handel das terrestrische Digitalfernsehen. Minister Miguel Sebastián unterstrich das positive Ergebnis der Koordination zwischen Betroffenen und Beteiligten wie auch die Tatsache, dass Spanien die Abschaltung zwei Jahre vor der von der Europäischen Union anvisierten Frist von 2012 erreicht habe. Der Migrationsprozess soll 40.000 Arbeitsplätze geschaffen, das Geschäft von über 10.000 Unternehmen belebt und rund EUR 12.000 Mio. mobilisiert haben. Das Ministerium verteilte kostenlos über 130.000 Set-Top-Boxen an bedürftige Gruppen.

Referenzen
Monthly Report Extract by Impulsa TDT. April, 2010 EN
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12445
 
  Monatsberichtsauszug von Impulsa TDT, April 2010