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IRIS 2010-2:1/29

Polen

Neue Verordnung zur Begrenzung der Lautstärke von Werbung

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Małgorzata Pęk

Nationale Rundfunkkommission, Warschau

Am 15. Dezember 2009 verabschiedete der Nationale Rundfunkrat eine Änderung seiner Verordnung vom 3. Juni 2004 über Grundsätze für Werbung und Teleshopping im Radio und Fernsehen.

Die Änderung soll die exzessive Erhöhung der Lautstärke sowie die brutale, abrupte Änderung des Schallpegels von Werbe- und Teleshoppingspots im Vergleich zu den Sendungen vor den Werbepausen einschränken. Solche Vorkommnisse stören den Komfort beim Empfang von Programmen durch die Öffentlichkeit und sind der Grund für viele Beschwerden von Fernsehzuschauern und Radiohörern.

In der Vergangenheit wurde festgestellt, dass die am häufigsten genutzten Methoden zur Messung des Pegels von phonischen elektrischen Signalen bei der Tonproduktion für Radio- und Fernsehsendungen nicht die subjektive Lautstärkewahrnehmung der Öffentlichkeit widerspiegelten. Die Versuche, die Entwicklung eines Koregulierungsmechanismus zu fördern, schlugen fehl. Daher wurde es notwendig, die neue aufsichtsrechtliche Verpflichtung hierfür festzulegen.

Der geänderten Verordnung zufolge darf der Lautheitspegel von Werbesendungen und Teleshopping nicht den Lautheitspegel der Sendungen vor den Werbepausen überschreiten. Um die korrekte Erfüllung dieser Verpflichtung sicherzustellen, muss der Sender den Lautheitspegel der ausgestrahlten Sendungen innerhalb einer Zeitspanne von 20 Sekunden vor dem Beginn der Übertragung von Werbung oder Teleshopping mit dem Lautheitspegel jedes ausgestrahlten Werbe- und Teleshoppingspots vergleichen. Der Anhang zu der Verordnung enthält detaillierte technische Vorschriften für diese Lautstärkemessung. Die Verordnung sieht vor, dass die Messung mit Tonparametern unter solchen technischen Bedingungen durchgeführt wird, die den Bedingungen beim Empfang der Sendungen durch den Endempfänger, also die Öffentlichkeit, entsprechen.

Die technischen Regeln für die Lautstärkemessung wurden anhand von ITU-Empfehlungen erarbeitet: ITU-R BS.1770 (Algorithmen zur Messung der Lautheit von Audioprogrammen und der tatsächlichen Spitzenwerte) und ITU-R BS.1771 (Anforderungen an Messgeräte zur Anzeige von Lautheit und tatsächlichen Spitzenwerten).

Die geänderte Verordnung tritt 5 Monate nach ihrer Verkündung im Amtsblatt in Kraft.


Referenzen
Rozporządzenie Krajowej Rady Radiofonii i Telewizji z dnia 15 grudnia 2009 r. zmieniające rozporządzenie w sprawie prowadzenia działalności reklamowej i telesprzedaży w programach radiowych i telewizyjnych PL
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12214
 
  Änderung der Verordnung des Nationalen Rundfunkrats vom 3. Juni 2004 über Grundsätze für Werbung und Teleshopping im Radio und Fernsehen, 15. Dezember 2009