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IRIS 2010-1:1/30

Irland

Entwicklungen bei BCI-Kodizes für allgemeine und Kinderwerbung

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Marie McGonagle

Zypern

Die Broadcasting Commission of Ireland (irische Rundfunkkommission - BCI) war nach dem Rundfunkgesetz von 2001 verpflichtet, einen Kodex für Kinderwerbung zu erarbeiten und diesen alle drei Jahre zu überprüfen. Der daraus entstandene Kodex wurde im Januar 2005 in Kraft gesetzt und 2008 überprüft. Im Juli 2009 veröffentlichte die BCI einen „Ergebnisbericht“, welcher das Verfahren dokumentiert, das bei der gesetzlichen Überprüfung angewendet wurde, und die Beschlüsse der BCI im Detail ausführt, welche Teile des Kodexes nicht revidiert werden und welche Teile nach weiteren Konsultationen 2009 und 2010 revidiert werden könnten. Die Vorschriften im Kodex von 2005 waren unter zwölf Überschriften aufgeführt, die Themen wie gesellschaftliche Werte, Unerfahrenheit und Gutgläubigkeit, unzulässiger Druck, allgemeine Sicherheit, Nahrung und Ernährung sowie Programmcharaktere umfassten. Die Überprüfung beinhaltete eine nationale Meinungserhebung, eine Überprüfung von Strategien, Praktiken und Gesetzgebung sowie eine Konsultation unter Betroffenen, die verschiedene Kinder-, Gesundheits- und Werbeorganisationen und unterschiedliche Diskussionsgruppen mit Kindern einschloss. Einige der entstandenen Fragen werden durch die Erstellung von Leitlinien behandelt, die Rundfunkveranstaltern, der Öffentlichkeit, Werbetreibenden und anderen Betroffenen Hilfestellung bieten sollen. Andere Themen substanzieller Art werden Gegenstand weiterer Konsultationen. Dazu gehören Nahrung und Ernährung, die Verwendung von Programmcharakteren und Verbote bestimmter Produkte und Dienstleistungen. Eine Überprüfung der Vorschriften für Nahrung und Ernährung findet gerade statt.

Angesichts der Verpflichtung zur Umsetzung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste bis zum 19. Dezember 2009 gab die Broadcasting Authoritiy of Ireland (neue irische Rundfunkbehörde - BAI) zwischenzeitlich am 2. November 2009 einen überarbeiteten Entwurf eines Kodexes für audiovisuelle kommerzielle Kommunikation für Kinder und ein Konsultationspapier heraus. Die gegenwärtige BAI-Konsultation beschränkt sich daher auf Änderungen im Kodex, die sich aus der AVMD-Richtlinie ergeben. Der überarbeitete Kodex beinhaltet Änderungen der Definitionen, mit denen der Begriff der audiovisuellen kommerziellen Kommunikation eingeführt wird, und die nötigen Erweiterungen der Vorschriften, damit sie nicht nur auf Werbung, sondern auf unterschiedliche Formen kommerzieller Kommunikation angewendet werden können. Zusätzlich zu dem überarbeiteten Kodex für Kinder veröffentlichte die BAI einen überarbeiteten allgemeinen Kodex für audiovisuelle kommerzielle Kommunikation. Einige der Überarbeitungen im Kodex für Kinder stehen in Verbindung mit dem allgemeinen Kodex, um eine größere Konsistenz zwischen ihnen sicherzustellen. In mancher Hinsicht ist der Kodex für Kinder jedoch strenger, zum Beispiel indem er ein breiteres Spektrum an Verboten als der allgemeine Kodex vorsieht. Diese Konsultationsphase endete am 20. November 2009.

Referenzen
BCI Children’s Advertising Code, Statement of Outcomes EN
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12138
 
  BCI-Kodex für Kinderwerbung, Ergebnisbericht    
BAI Press Release, 2 November 2009 EN
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12139
 
  BAI-Pressemitteilung, 2. November 2009    
BAI Draft Codes and Consultation Document EN
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=12140
 
  BAI-Kodexentwürfe und Konsultationspapier