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IRIS 2007-2:2/1

Übereinkommen zur kulturellen Vielfalt tritt am 18. März 2007 in Kraft

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Mara Rossini

Institut für Informationsrecht (IViR), Universität Amsterdam

Das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen wird innerhalb der kommenden zwei Monate in Kraft treten. Die erforderlichen 30 Ratifizierungen wurden am 18. Dezember erreicht, als die Europäische Gemeinschaft zusammen mit zwölf Mitgliedstaaten (Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Litauen, Luxemburg, Malta, Slowakei, Spanien, Schweden und Bulgarien) die Ratifikationsurkunden beim Sitz der UNESCO in Paris hinterlegte.

Das im Oktober 2005 verabschiedete Übereinkommen (siehe IRIS 2005-10:2) zielt darauf ab, die kulturelle Zusammenarbeit auf internationaler Ebene durch den Austausch von Meinungen und bewährten Praktiken bei öffentlichen Maßnahmen zugunsten der kulturellen Vielfalt zu verbessern.

Das kurz bevorstehende Inkrafttreten des Übereinkommens ist der letzte Schritt in einem langen Prozess, der laut Ján Figel, dem EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Vielsprachigkeit, zuweilen „knifflige Verhandlungen“ erforderte. Das UNESCO-Übereinkommen setzt einen neuen, weltweiten Maßstab für Governance im Kulturbereich.

Referenzen
“The Commission welcomes the ratification of the UNESCO Convention on Cultural Diversity”, press release of 19 December 2006, IP/06/1830 EN
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=10597
 
  „Europäische Kommission begrüßt Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens zur kulturellen Vielfalt“, Pressemitteilung vom 19. Dezember 2006, IP/06/1830 FR
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=10598
  DE
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=10599