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IRIS 2005-10:17/32

Niederlande

Novelle zum Mediengesetz

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Mara Rossini

Institut für Informationsrecht (IViR), Universität Amsterdam

Am 1. September 2005 trat die Mitte Juli verabschiedete Gesetzesänderung zum Mediawet (niederländisches Mediengesetz) in Kraft. Die Novelle reorganisiert den Staatsrundfunk mit dem Ziel, dessen Aufsichts-, Verwaltungs- und Produktionsabläufe besser zu koordinieren. Unter anderem restrukturiert das Gesetz den Rundfunkrat (Artikel 18a) und richtet einen neuen Beirat ein (Artikel 18c). Neben einer Fahrlässigkeitsklausel (Artikel 30a) werden Leistungsvereinbarungen (Artikel 30b) eingeführt. Erstere macht die Dachorganisation in Zukunft für Versäumnisse bei der Aufsicht über die drei neu positionierten Hauptorgane (Rundfunkrat, Verwaltungsrat, Beirat) verantwortlich, soweit diese Versäumnisse die Erfüllung des gesetzlichen Sendeauftrags beeinträchtigen. Die vertraglich vereinbarten Leistungsvorgaben sollen die Bewertung des öffentlich-rechtlichen Programmangebots und seiner Einschaltquoten erleichtern. Der Verwaltungsrat disponiert künftig über ein Viertel des Rundfunkhaushalts. Diese Mittel sind auch zur Förderung der Programmvielfalt vorgesehen, insbesondere im Hinblick auf den öffentlich-rechtlichen Auftrag sowie zur Erweiterung des Angebots an Kultursendungen (Schauspiel, Filmkunst, Oper, klassische Musik usw.).

Referenzen
Wet van 16 Juli 2005, houdende wijziging van de Mediawet in verband met het bevorderen van een gezamenlijke strategie en duidelijke regie met betrekking tot de programmering van de landelijke publieke omroep, alsmede het aanbrengen van een helderder afbakening tussen toezicht, bestuur en professionele werkprocessen binnen de organisatie van de landelijke publieke omroep NL
 http://merlin.obs.coe.int/redirect.php?id=9869
 
  Gesetz vom 16. Juli 2005 zur Änderung des Mediengesetzes zwecks Vorgabe einer einheitlichen Strategie und eindeutigen Richtung bei der Programmgestaltung sowie zur Präzisierung der Aufgabenverteilung zwischen Aufsichts-, Verwaltungs- und Produktionsabläufen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk